Avanos

Die Kleinstadt Avanos, welche sowohl ein Teil der Provinz Nevsehir als auch des Landkreises Avanos ist, liegt in Zentralanatolien. Außerdem ist die Kleinstadt ein wichtiger Bestandteil der Gegend von Kappadokien. Denn hier befinden sich diverse Artefakte und interessante Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Hethiter, Römer, Perser und Seldschuken. Avanos befindet sich am längsten Fluss der Türkei und das ist der "Kizilirmak". In der Stadt Avanos leben etwa 12 000 Menschen, die grundsätzlich von der Landwirtschaft und vom Tourismus leben. Die Dörfer Akarca, Özkonak und Cavusin gehören zur Kleinstadt Avanos.
Der Name Avanos stammt ursprünglich aus dem lateinischen Wort "Venasa", welches die Mineralien und die Farben in der Stadt beschreibt. Auch der Fluss Kizilirmak wiedergibt die Farbe und bedeutet aus dem Türkischen übersetzt "roter Fluss".
Avanos ist nicht nur aufgrund der historischen Gegebenheiten sehr beliebt, sondern auch die Töpferei und Ziegelei sind Charakteristika der Kleinstadt. Dank der Bodeneigenschaft des Gebietes rund um Avanos ist es für die Einwohner der Stadt möglich, ihr Geld durch Herstellung von Töpfen und andere handwerkliche Künste zu verdienen. Im Dorf Avcilar ist das Bild von handgefertigten Teppichen und aus Kunstwerken aus Keramik geprägt. Auch für Urlauber bieten einige Töpfer Crash-Kurse an, in denen man dann am Ende des Kurses einen eigenen Topf oder dergleichen anfertigen kann.
Kappadokien ist reich an Naturschauspielen und genauso gibt es in Avanos zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die zum Staunen verleiten. Etwa sechs Kilometer entfernt liegt zum Beispiel die "Sarihan Karawanserei" aus der seldschukischen Zeit. Die Karawanserei stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist für Kultur-Liebhaber eine Visite wert.
Im nahe gelegenen, zu Avanos gehörendem Ort Özkonak befindet sich die unterirdische Stadt, auch als "Yeralti Sehri" bekannt. In diesen Höhlen lebten damals viele Menschen und suchten auch Schutz vor den arabischen Eroberern. Die meisten Gänge der "Yeralti Sehri" sind zwar nicht begehbar, allerdings existieren noch viele andere Räume, die besichtigt werden können. Für Touristen ist die unterirdische Stadt auf jeden Fall ein muss.