Die Provinz Nevsehir (Kappadokien)

Kappadokien

Die Provinz Nevsehir (Kappadokien) mit der gleichnamigen Hauptstadt liegt im Innern der Türkei. Der Name der Stadt stammt ursprünglich aus dem Persischen und bedeutet übersetzt "Neustadt". In der Provinz Nevsehir leben mehr als 280.000 Einwohner und die Stadt Nevsehir beherbergt circa 81.000 Einwohner.
Die Provinzhauptstadt ist ein Teil der Landschaft Kappadokien, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nevsehir gilt daher als Vorreiter der geschichtlichen und kulturellen Schätze dieser Region. Vor allem weltberühmt sind die unterirdischen Höhlen, in denen einst die Einwohner von Nevsehir lebten. Zu den bekanntesten zählen unter anderem die Höhlenstädte Derinkuyu und Kaymakli. Andere Sehenswürdigkeiten, die Nevsehir so einzigartig machen, sind zum Beispiel auch die Tufflandschaft mit diversen Felsformen oder die Ibrahim-Pascha-Moschee, die im 18. Jahrhundert errichtet wurde.
Die im zentralanatolischen Gebiet gelegene Landschaft Kappadokien gilt als ein Wunder der Natur. Denn nirgends auf der Welt findet man solche atemberaubende Sehenswürdigkeiten, die allein durch Erosionen entstanden sind. Zu der Region Kappadokien gehören Nevsehir, Aksaray, Kayseri, Nigde und Kirsehir. Die Ortschaften Göreme, Avanos, Üchisar, Ürgüp, Kaymakli und Derinkuyu beherbergen reiche historische Schätze und ebenso beeindruckende Naturspektakel.
Funde aus der Antike.
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Wo liegt Kappadokien?

Das "Land der schönen Pferde", so nannten die Perser damals die heutige Landschaft im Hochland Zentralanatoliens. Ankara, die Hauptstadt der Türkei liegt circa dreihundert Kilometer entfernt. Mehr als fünfundzwanzig Quadratkilometer Fläche schließen die Landschaft Kappadokien mit ein. Diese Landschaft gilt seit 1985 als Welt- und Kulturerbe der UNESCO. Da das Gebiet vor Tausenden von Jahren von zahlreichen Vulkanausbrüchen geprägt wurde, ist die Landschaft Kappadokien übersät von skurrilen Felsformationen. Die Vulkane Erciyes Dagi (3917 m) im Osten, der Hasan Dagi (3268) im Südwesten und die Melendiz-Bergketten umringen das Gebiet von Kappadokien. Außerdem fließt im Norden der längste Fluss der Türkei, der Kizilirmak, ebenfalls durch das zentralanatolische Gebiet. Der Fluss Melendiz fließt durch die Provinz Aksaray. Da Kappadokien in der antiken Zeit eine bedeutende Rolle spielte, finden Touristen in dieser Gegend zahlreiche Funde aus der Antike.

 

Wie entstand die Landschaft Kappadokien?

Die Vulkanausbrüche in der Gegend sind für die heutige herrliche Landschaft und die Form zuständig. Eine Schicht aus Asche, Lava und Schlamm, die aus den Vulkanen Erciyes Dagi und Hasan Dagi hervortraten, überdeckten die zentralanatolische Gegend und verhärtete sich letztendlich. Da das Tuffgestein eine poröse Eigenschaft besitzt, war es den Bewohnern in der damaligen Zeit möglich, in das Gestein Höhlen zu graben und sich dort zu verstecken. Aber auch der Kizilirmak, zu Deutsch "Roter Fluss", gab seinen Beitrag zu den grotesken Felsformationen. Der Fluss bohrte sich in das verhärtete Gestein und wirkte so zu der Entstehung der Höhlen mit. Die historischen Entdeckungen stammen von vielen verschiedenen Völkern. Dazu zählen unter anderem Perser, Römer, Hethiter und Seldschuken.