Kaymakli

Kaymakli

Die unterirdische Stadt Kaymakli bei Kappadokien befindet sich circa zwanzig Kilometer von Nevsehir entfernt. Entdeckt wurde die Höhlenstadt im Jahre 1964. Nachdem man die unterirdische Stadt erkundigt und zum Teil frei gegraben hatte, wurde sie noch im selben Jahr für Touristen zugänglich gemacht.
Schon im fünften Jahrhundert vor Christus lebten in den Höhlen von Kaymakli Menschen. Am Anfang bewohnten hauptsächlich Christen die unterirdische Stadt, denn sie wurden damals von Römern und später auch von Ägyptern verfolgt. Die Höhlenstadt bat ihnen demnach Sicherheit und Schutz. Nachdem die Verfolgungen vorüber waren, gebrauchten die Türken die Höhlen als Speicher. Aufgrund der angenehmen Temperaturen in den Höhlen zwischen sechs und acht Grad brachten sie optimale Bedingungen zum Lagern von Lebensmitteln. Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem sorgt für reichlich Sauerstoff in den Räumen.
Kaymakli besitzt fünf Stockwerke und alle fünf Stockwerke stehen Urlaubern zur Besichtigung zur Verfügung. Lange und enge Schächte, Lagerräume, Wohnräume und sogar Gräber, Kirchen und Kapellen sind in der unterirdischen Stadt Kaymakli vorzufinden. In der unterirdischen Kirche stehen zwei Apsiden - ein halbkreisförmiger Felsteil - und ein Altar mit Verzierungen. Die Räume sind alle mit Tunneln miteinander angeschlossen, sodass die damaligen Bewohner ganz einfach von Raum zu Raum wechseln konnten. Man geht davon aus, dass in der Höhlenstadt zwischen 3 000 und 15 000 Menschen hausten.

Unterirdische Städte

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